Wie funktioniert Urlaubsgeld?

Leonie Nitsche

Aktualisiert am 26.09.2022

Die Feriensaison hat begonnen, Arbeitnehmer:innen nehmen ihren Jahresurlaub und Abwesenheiten nehmen zu. Alles Wesentliche für Arbeitgeber zum Thema Urlaubsgeld haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst. 

Inhaltsverzeichnis

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Was ist Urlaubsgeld?

Urlaubsgeld ist eine freiwillige Sonderzahlung des Arbeitgebers. Die Urlaubsgeld Höhe ist beliebig und kann den Beschäftigten mit dem Gehalt ausgezahlt werden. Sie gilt als Leistungsanerkennung und als Zugabe für den Jahresurlaub.

Ist Urlaubsgeld Pflicht?

Einen allgemeinen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubsgeld gibt es nicht. Die Pflicht dieses auszuzahlen kann sich allerdings aus individuellen Vereinbarungen im Arbeitsvertrag oder aus der Betriebsvereinbarung ergeben. Auch können Tarifverträge Regelungen zur Pflicht auf Urlaubsgeld enthalten. Da einige von diesen durch das Bundesarbeitsministerium für allgemeinverbindlich erklärt wurden, gelten diese auch, wenn der Betrieb nicht im Arbeitgeberverband Mitglied ist und der oder die Beschäftigte in keiner Gewerkschaft.

Wichtig bei der Auszahlung ist, dass einzelne Mitarbeiter:innen oder Mitarbeitergruppen nicht ohne sachlichen Grund von der Auszahlung ausgeschlossen werden dürfen. Sachliche Gründe können hierbei die Qualifikation oder die Berufserfahrung sein.

Wann müssen Arbeitgeber Urlaubsgeld auszahlen und in welcher Höhe?

Hierfür gibt es keine allgemeinen Bestimmungen, außer diese wurden individuell festgelegt oder sind in Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträgen geregelt.

In den meisten Fällen wird es zusammen mit dem Lohn oder dem Gehalt für Mai oder Juni ausgezahlt. Es kann aber auch individuell, zum Beispiel pro genommenen Urlaubstag, oder als Gehaltsbestandteil, monatlich, ausgezahlt werden. Da es sich um eine freiwillige Zahlung handelt, ist die Höhe des Urlaubsgelds beliebig. Oft beträgt es 30 - 50% eines Monatseinkommens. 

Urlaubsgeld berechnen

Urlaubsgeld ist nicht steuerfrei. Handelt es sich um eine Einmalzahlung, zum Beispiel zu Beginn der Feriensaison, wird es als sonstiger Bezug besteuert. Das bedeutet, dass die Steuerprogression leicht steigt.

Wird es als Monatsbeitrag zu jedem Monatslohn ausgezahlt, wird es nach den individuellen Lohnsteuermerkmalen der Beschäftigten versteuert.

Spätestens nach der Einkommenssteuererklärung, macht dies aber keinen Unterschied mehr. Dennoch macht es Sinn das Urlaubsgeld zu berechnen. Im Idealfall können Sie hierzu einen Urlaubsgeld Rechner nutzen, um die ideale Lösung für Ihre Beschäftigten zu finden. Viele verwenden hierzu auch einen Urlaubsgeld brutto netto Rechner.

Das Umlegen des Urlaubsgeldes auf Monatsbeträge kann ein Vorteil für Arbeitgeber sein.

Denn die Höhe des fortlaufenden Urlaubsgeldes kann auf den Mindestlohn angerechnet werden, wenn ein Bezug zur Arbeitsleistung besteht und das Urlaubsgeld unwiderruflich gezahlt wird.

Was ist der Unterschied zum Urlaubsentgelt?

In Deutschland hat jede/r Beschäftigte Urlaubsgeld Anspruch.

Das bedeutet, dass jede Arbeitskraft während der Zeit seines/ihres Urlaubs weiterhin Lohn oder Gehalt bezieht, das Urlaubsentgelt. Hingegen beim Urlaubsgeld handelt es sich, wie bereits erwähnt, um eine Sonderzahlung, die zusätzlich zum normalen Lohn oder Gehalt gezahlt wird.   

Urlaubsgeld jetzt digital managen

Mit einer Lohnabrechnungssoftware wie PayFit können Sie das Urlaubsgeld in wenigen Klicks in Auftrag geben. Dabei können Sie entscheiden, ob es sich um eine einmalige Sonderzahlung handelt oder ob Sie das Urlaubsgeld in regelmäßigen Abständen auszahlen wollen. In der Mitarbeiterhistorie können Sie nachverfolgen, wann Sie wie viel Urlaubsgeld ausgezahlt haben. Sie möchten sich die PayFit-Software einmal anschauen? Dann vereinbaren Sie jetzt eine unverbindliche Produkt-Tour mit unserem Team. Wir werden uns mit Ihnen in Verbindung setzen, um Ihre Anforderungen und Fragen zu besprechen.

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