Lohnabrechnung beim Minijob und Lohnabrechnung beim Midijob

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Simon Hengel

Aktualisiert am 10.10.2022

Die Minijob Lohnabrechnung ist vergleichsweise einfach. Die Lohnabrechnung beim Midijob ist dagegen komplizierter. Hier lesen Sie wichtige Hinweise zur Lohn- und Gehaltsabrechnung bei Minijobs bis 520 Euro monatlich, und zu Tätigkeiten im Übergangsbereich bis 1.600 Euro Monatseinkommen, den sogenannten Midijobs.

Inhaltsverzeichnis

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Minijob Lohnabrechnung im Überblick

Die Gehaltsabrechnung beim Minijob ist im Vergleich zu anderen Beschäftigungsverhältnissen einfacher, weil bis zu dieser Entgeltgrenze für die Lohnsteuer und die Sozialversicherungsbeiträge deutliche Erleichterungen gelten. Das sorgt dafür, dass Minijobber viel geringere oder keine Abzüge haben. Für Arbeitgeber vereinfacht sich beim Minijob die Lohnabrechnung.

Minijobs heißen offiziell „geringfügige Beschäftigung“. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden sie auch 520-Euro-Jobs genannt, denn das ist die Grundvoraussetzung. Der oder die Betreffende darf maximal 520 Euro pro Monat verdienen. Diese Grenze kann maximal dreimal in zwölf Monaten überschritten werden, und das nur unvorhergesehen. Sie gilt für alle Minijobs zusammen. Hat jemand mehrere geringfügige Beschäftigungen gleichzeitig, muss der Arbeitgeber das also wissen.

Ab 01. Oktober 2022 ist die Geringfügigkeitsgrenze von 450 Euro an den jeweils geltenden Mindestlohn gekoppelt und auf 520 Euro angehoben.

Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge beim Minijob

Bei Minijobs ist die Minijobzentrale für den Einzug von Lohnsteuer-Pauschale und der Sozialversicherungsbeiträge zuständig, nicht das örtliche Finanzamt oder die Krankenkasse. Minijobs sind sozialversicherungsfrei. Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung fallen gar nicht oder in pauschaler Form an:

  • Zur Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung werden keine Beiträge fällig. 

  • Der Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung beträgt 13 Prozent, zur Rentenversicherung 15 Prozent.

  • Außerdem muss der Arbeitgeber für Mitarbeiter:innen mit Minijob Beiträge an die Berufsgenossenschaft abführen. Auch die Arbeitgeberumlagen U1 (Lohnfortzahlung bei Krankheit), U2 (Mutterschaftsleistungen) und U3 (Insolvenzgeld) fallen an.

  • Der Arbeitnehmerbeitrag beschränkt sich auf 3,6 Prozent zur Rentenversicherung. Selbst dieser Beitrag wird nur fällig, wenn Minijobber sich nicht von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen.

  • Die Lohnsteuer beträgt bei Minijobs pauschal zwei Prozent – maximal 9 Euro im Monat.

Lohnabrechnung Minijob: Muster und Hilfsmittel

Arbeitshilfen erleichtern es, die Minijob Lohnabrechnung zu erstellen. Bei der Minijobzentrale stehen Personalfragebogen und Mustererklärung zur Befreiung von der Rentenversicherungspflicht kostenlos zum Download zur Verfügung.

Wenn Sie für die Lohnabrechnung des Minijob eine Vorlage für Excel suchen, liefert Google nützliche Links. Man braucht auch nicht lange, um für die Minijob Lohnabrechnung ein Beispiel zu finden. Eine Suche liefert diverse Muster der Minijob Lohnabrechnung für 520-Euro-Jobs. 

Doch es gibt einfachere und verlässlichere Arten, um die Abrechnung zu erledigen. Mit der digitalen Lösung von PayFit können Sie ganz einfach die Minijob Lohnabrechnung selbst erstellen, ohne selbst rechnen zu müssen. Außerdem können Sie sich darauf verlassen, dass die Berechnung der Werte stimmt und die notwendigen Meldungen an die Minijobzentrale erfolgen. Sie sparen externe Dienstleister und damit Kosten.

Wie jede Gehaltsabrechnung für Ihre Mitarbeiter:innen müssen Sie die Minijob Lohnabrechnung aufheben. Ein weiterer Vorteil: PayFit übernimmt das Archivieren für Sie. Frühere Abrechnungen und Meldungen stehen jederzeit zur Verfügung.

Midijob Lohnabrechnung

Midijobs nennt man Beschäftigungsverhältnisse im sogenannten Übergangsbereich. Der Monatsverdienst beträgt mehr als 520 Euro, aber nicht mehr als 1.600 Euro. So liegt ein typischer Midijob zum Beispiel dann vor, wenn eine Aushilfe 900 Euro im Monat verdient. Die geplante Erhöhung der Entgeltobergrenze für Minijobs betrifft gleichzeitig die Untergrenze des Übergangsbereichs. Dieser liegt seit 01. Oktober 2022 zwischen 520,01 Euro und 1.600 Euro.

Anders als bei der Minijob Lohnabrechnung erfolgt die Midijob Lohnabrechnung ähnlich zu einer regulären Beschäftigung. Nur bei den Arbeitnehmer:innen-Sozialversicherungsbeiträgen gibt es Besonderheiten. Bei der Gehaltsabrechnung zum Midijob, d.h. im Übergangsbereich, müssen alle gesetzlichen Sozialversicherungsbeiträge berücksichtigt werden.

Für die Arbeitgeberbeiträge gilt dabei die reguläre Beitragshöhe. Beim Midijob berechnen sich die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitnehmer:innen nach besonderen Regeln. Die Berechnung beruht auf einem fiktiven Wert und einer speziellen Formel. Zurzeit sind von einem Monatseinkommen von knapp über 520 Euro nur etwas mehr als 330 Euro beitragspflichtig. Bei 1.600 Euro Monatsentgelt ergeben sich Arbeitnehmerbeiträge in regulärer Höhe. 

Midijob abrechnen mit einem digitalen Tool für die Lohnabrechnung

Die Gehaltsabrechnung beim Midijob ist damit etwas komplizierter. Wer für die Lohnabrechnung zum Midijob oder auch Lohnzettel ein Muster sucht, kann den kostenlosen Übergangsbereich-Rechner für Excel der Deutsche Rentenversicherung nutzen. Er liefert die konkrete Beitragshöhe der Arbeitnehmer-Sozialversicherungsbeiträge zum Midijob-Gehalt.

Einfacher und sicherer ist jedoch die Lohnabrechnung für den Midijob mit einer digitalen Lohnabrechnungslösung wie PayFit. Es errechnet die Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber und dazu die Höhe der Lohnsteuer. Außerdem übermittelt PayFit alle notwendigen Meldungen zur Sozialversicherung und archiviert die Dokumente und Zahlen, die als Teil des Lohnkontos aufzubewahren sind. Damit ist PayFit eine günstige wie flexible Rundum-Lösung zur Minijob Lohnabrechnung und Midijob Lohnabrechnung. 

Hinweis: Weitere Antworten auf Fragen rund um das Thema Lohnabrechnung finden Sie in unserem ausführlichen FAQ Artikel.

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