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Bis zu 3000 Euro steuerfreie Inflationsausgleichsprämie

PayFit
Aktualisiert am 13.12.2022

Aus dem dritten Entlastungspaket geht hervor, dass es Arbeitgebern möglich ist ihren Mitarbeitenden einen steuerfreien und sozialversicherungsfreien Betrag von bis zu 3000 Euro auszuzahlen. Es handelt sich hierbei um die Inflationsausgleichsprämie und ist für Arbeitgeber nicht verpflichtend. Mit dem Inflationsausgleich 2022 reagiert die Bundesregierung auf die unter anderem steigenden Kosten. Was Sie dazu wissen müssen, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis

Lust, bei der Gehaltsabrechnung Zeit zu sparen?

Was ist die Inflationsausgleichsprämie (IAP)?

Die Inflationsausgleichsprämie, kurz IAP genannt, ist eine steuer- und sozialversicherungsfreie Sonderzahlung in Höhe von bis zu 3000 Euro. Sie ist eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers für seine Arbeitnehmer:innen und ist nicht verpflichtend. Eine Bezuschussung des Staates gibt es hierzu nicht. Dadurch, dass die Prämie aber steuer- und sozialversicherungsfrei ist, entfallen weitere Kosten.

Seit wann gibt es die Inflationsausgleichsprämie?

Die Inflationsausgleichsprämie wurde am 26. Oktober 2022 von der Regierung kommuniziert und trat rückwirkend zum 01. Oktober 2022 in Kraft. Sie ist Teil des dritten Entlastungspakets vom 03. September 2022. Die Zahlung wird ab dem 26. Oktober 2022 erfolgen.

Bis wann gilt die Inflationsausgleichsprämie 2022?

Der Begünstigungszeitraum des auszahlbaren Betrages von bis zu 3000 Euro galt ursprünglich bis Dezember 2023. Dieser wurde verlängert, sodass Arbeitgeber die Auszahlung an ihre Arbeitnehmer:innen bis zum 31. Dezember 2024 vornehmen können. So sind Arbeitgeber flexibel und können die Auszahlung auf einen beliebigen Zeitpunkt im Begünstigungszeitraum hinausschieben. Die Auszahlung kann allerdings auch zu mehreren Zeitpunkten erfolgen, solange die Höchstgrenze von insgesamt 3000 Euro pro Arbeitnehmer:in nicht überschritten wird.

Wie wird die Inflationsausgleichsprämie ausgezahlt?

Da es sich um einen steuerlichen Freibetrag handelt, ist es möglich die 3000 Euro Inflationsprämie gestückelt auszuzahlen. Hierbei muss es sich um eine Zusatzzahlung zum monatlichen Entgelt der Arbeitnehmer:innen handeln. Die Zahlung von Arbeitgebern ist steuer- und sozialversicherungsfrei. Auf der Gehaltsabrechnung muss die Gewährung der Inflationsausgleichsprämie lediglich deutlich gemacht werden. Ein kurzer Hinweis zur im Zusammenhang stehenden Preissteigerung genügt hierbei.

Die Inflationsausgleichsprämie stellt, wie der Name bereits verrät, einen Inflationsausgleich der gestiegenen Lebenshaltungskosten dar. So können unterschiedlich hohe Zahlungen an die Arbeitnehmer:innen getätigt werden. Wichtig ist bloß, dass dies aus sachlichem Grund geschieht.

Kann die Inflationsausgleichsprämie 2022 allen Arbeitnehmer:innen bezahlt werden?

Egal ob Minijob, Azubi, Werkstudent oder Rentner. Neben den sozialversicherungspflichtigen Angestellten können auch Arbeitnehmer:innen der genannten Anstellungsarten die Inflationsprämie erhalten.

Sollten Ihre Arbeitnehmer:innen einer weiteren Tätigkeit im Angestelltenverhältnis nachgehen, kann die Prämie zusätzlich gewährt werden.

Darf die Inflationsausgleichsprämie als Sachleistung gezahlt werden?

Solange die Sachleistungen den Gesamtbetrag in Höhe von 3000 Euro nicht übersteigen, kann die Inflationsprämie als solche ausgezahlt werden. Sachleistungen können hier in Form von Warengutscheinen oder Tankgutscheinen ausgehändigt werden.

Inflationsprämie statt Weihnachtsgeld

Die steuerfreie Prämie muss unvorhersehbar sein. Das bedeutet, dass vorab vertraglich geregelte Zahlungen wie beispielsweise das Weihnachtsgeld nicht über die Inflationsprämie abgebildet werden können. Gleiches gilt für vertraglich geregelte Prämien oder Bonuszahlungen. Die Prämie darf auch nicht anstelle des vertraglich festgelegten Urlaubsgeldes ausbezahlt werden. Somit stellt die steuerfreie Inflationsprämie eine zusätzliche Zahlung dar, die unabhängig vom vertraglich vereinbarten Entgelt ist.

Sollten Sie weitere Fragen zur Inflationsausgleichsprämie (IAP) haben, die wir mit diesem Artikel unbeantwortet lassen, finden Sie auf der Homepage des Bundesfinanzministeriums mehr dazu.

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken. PayFit übernimmt keine Haftung für den Inhalt. Es ist kein Ersatz für eine rechtliche Beratung durch eine/n Steuerberater:in oder Jurist:in. PayFit kann nicht für Schäden verantwortlich gemacht werden, die durch das Lesen oder die Nutzung der Website entstehen. Achten Sie auf das Datum der letzten Aktualisierung.

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